Unternehmen Brückenbau – Schüleraustausch mit Frankreich

Wahrlich majestätisch sieht er aus, der Viaduc de Millau! Scheinbar leichtfüßig überbrückt das vom britischen Stararchitekten Lord Norman Foster binnen drei Jahren geschaffene, 2,4 km lange Wunderwerk der Technik die Tarnschlucht im Languedoc. Und zu Recht ist man dort nun stolz auf die höchste Autobahnbrücke der Welt.

 
 
 
35 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a, b und c konnten diese im März aus der Nähe bestaunen, als sie im Rahmen unseres (inzwischen übrigens ebenfalls dreijährigen) Brückenbauprojekts namens „Schüleraustausch“ in Südfrankreich unterwegs waren.
Unsere Brücke ist freilich rund 1250 km lang und verbindet das Kaspar-Zeuß-Gymnasium mit dem Collège Paul Dardé in Lodève. Sie ermöglicht französischen Jugendlichen eine vorweihnachtliche Reise nach Kronach und unseren Neuntklässlern vor Ostern eine Fahrt ins Languedoc. Dabei ist es das erklärte Ziel des deutsch-französischen Architekten-Teams, dass die Schüler mit wachen Augen und offenen Ohren durch das jeweilige Nachbarland fahren, um nicht nur sprachlich vom Auslandsaufenthalt zu profitieren sondern ganz bewusst auch Land und Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.
Letzteres erleichtert die Unterbringung der Schüler in Gastfamilien, wo sie darauf angewiesen sind, sich in der Fremdsprache zu verständigen, und wo sie eine Woche lang – einschließlich eines kompletten Wochenendes - den Alltag einer „echten“ französischen bzw. deutschen Familie miterleben können, vom Frühstück über diverse Freizeitaktivitäten bis hin zum Abendessen. Daneben gewährleistet auch das bunte Ausflugsprogramm das Kennenlernen der Kultur des Nachbarlandes und die Sensibilisierung der Jugendlichen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lebensweise.
Auf unserem Besichtigungsprogramm standen heuer neben den Großstädten Besançon (auf der Hin­fahrt) und Montpellier auch das Kalksteinplateau des Larzac mit dem mittelalerlichen Templerdorf La Couvertoirade. Ebenfalls auf dem Larzac gelegen ist der Biobauernhof der Familie Truel, wo die Schüler beim Brotbacken zusahen und Larzac-Schafe und -ziegen, v. a. aber den aus deren Milch gefertigten Käse kennenlernten. Auf letzteren stießen sie zwei Tage später auch auf dem gemütlichen Wochenmarkt in Clermont l'Hérault stießen, nachdem sie im dortigen Musée de l'Olivier einiges über die aufwändige Herstellung von Olivenöl erfahren hatten. Landschaftlich besonders reizvoll ist der quasi nebenan gelegene Lac du Salagou, ein großer Stausee, an dem Deutsche und Franzosen gemeinsam wanderten. Natürlich gab es aber auch einen Abstecher ans Meer und den Strand von Palavas … sowie einen Vormittag im Collège, der unseren Neuntklässlern einen kleinen Einblick in den Schulalltag ihrer französischen Partner inklusive eines Mittagessens in der Schulmensa ermöglichte, bevor wir voller neuer Eindrücke die Heimreise antraten.
 
Bleibt zu wünschen, dass die Teilnehmer sich fortan in Eigeninitiative erneut auf den Weg nach Lo­dève machen, „ihren“ Franzosen / „ihre“ Französin wieder nach Kronach einladen oder zumindest schriftlich in Kontakt bleiben. Nur dann nämlich können wir sagen, dass der Brückenbau ein gutes Stück vorangekommen ist.

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