KZG-Schüler bei Zukunftstechnologie-Tagung im Kloster Banz

zukunfststechnologie1.JPGDie Blinden werden wieder sehen und die Lahmen wieder gehen. Der Klimawandel wird gestoppt und der Hunger wird kein Problem mehr darstellen. Es klingt zwar wie ein Wunder, doch um genau das ging es am 19. und 20. Juni 2016 in Kloster Banz. Schüler aus ganz Oberfranken, auch vom KZG, fanden sich ein, um in Vorträgen der Technologie der Zukunft einen Schritt näher zu kommen.


Die Sonne schien bereits bei der Anreise auf die alten Mauern, die für zwei Tage interessierte und begeisterte Schüler beherbergten. Auf Kloster Banz finden regelmäßig Seminare für begabte Schüler statt, das Prädikat „hochbegabt“ wird hierbei von den Teilnehmern als unpassend, wenn auch schmeichelnd, dankend abgelehnt.

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Nach einer kurzen Begrüßung von Andreas Brunner, dem Regionalbeauftragten der Hanns-Seidel-Stiftung, die das Seminar großzügigerweise finanzierte, begann Prof. Dr. Ganteför von der Universität Konstanz mit einem interaktiven Grundwissens-Quiz in Sachen Physik, Erdkunde und Allgemeinbildung. Für die Anwesenden sollte das kein Problem sein, „ihr seid ja schließlich hochbegabt“; eine Aussage, die zu einer den Vortrag durchlaufenden Pointe wurde. Im Verlauf des Tages wurden eine Vielzahl von Themen aufgegriffen, die einem weiten Spektrum an Disziplinen angehörten, wie der Biologie, Chemie und Physik, normalerweise wäre der Vortrag oberflächlicher, aber „wir sind ja schließlich hochbegabt...“.

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Natürlich stand auch die Technologie im Vordergrund, genauer, wie auf einem Speicherchip mit gerade einmal 1,5 cm2 Oberfläche 5600 Versionen der Bibel gespeichert werden können, wie der Klimawandel durch die gezielte Freisetzung von Aerosolen gestoppt werden kann und wie Computer vielleicht klüger als der Mensch werden können, zumindest klüger als „normale“ Menschen, „wir sind ja schließlich hochbegabt“.

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Dr. Klaus-D. Fascher thematisierte in seinem Vortrag die Thematik der Gentechnik, sein Vortrag begann mit biologischem Grundwissen, das bereits aus der Schule bekannt war und einer Definition der Gentechnik. Der Hauptteil des Vortrags beschäftigte sich mit den technischen Verfahren der Gentechnik, mit den gewaltigen Chancen die die Genoptimierung mit sich bringt und den möglichen Gefahren, die derartige Versuche in sich bergen. Weitere Punkte waren die Produktion von Wirkstoffen wie Insulin in genveränderten Bakterien, die Kennzeichnung von genveränderten Lebensmitteln... auf der Rückseite... im Kleingedruckten... auf Schwedisch... und die Möglichkeit der Gentherapie, um bislang unheilbare Krankheiten zu besiegen.

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Zusammenfassend kann man sagen, dass das Seminar eine großartige Erfahrung war, es war kein Bio-Plus-Kurs, sondern vielmehr eine Exkursion in die moderne Technik. Man wurde nicht mit Fachbegriffen bombardiert - zumindest nicht oft - und verstand alles, selbst wenn man kein Naturwissenschaftliches Ass ist... oder hochbegabt. Dabei halfen auch die Referenten, deren Vorträge interessant und vielfältig waren. Kritik kann man nur üben, wenn man sich in den weitläufigen labyrinthischen Gängen des ehemaligen Klosters auf der Suche nach dem örtlichen Getränkeautomaten vor der Kegelbahn wiederfindet, ja, das kann passieren. Obwohl die Hanns-Seidel-Stiftung der CSU nahe steht, wird man weder angeworben noch indoktriniert, schließlich handelt es sich um eine unabhängige Stiftung. Die Teilnehmer waren sehr sympathisch, man findet dort keine von der Außenwelt distanzierte, von ihrem Elfenbeinturm herabblickende, stereotype Hochbegabte, sondern normale Jugendliche mit Engagement.
Wer immer noch denkt, Kloster Banz sei nichts für ihn: Es gibt gratis Kaffee und Tee und das Essen ist toll, mehr gibt es wirklich nicht zu sagen.

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