Workshops zur Medienerziehung in der 6. Jgst.

cyber glasses 1938449 480Die Schüler des P-Seminars „Virtuelle Welten” bereiteten unter Führung von ihrem Seminarlehrer Herrn Engel vier Workshops zu den Themen Cybermobbing, Spielewelten, soziale Netzwerke und Technik/Recht vor. Die Zwölftklässler versuchten diese sehr anschaulich, aber auch informativ zu gestalten...

 

 

 

Im weiteren Verlauf des Seminars wurden die Workshops eingeübt und an den zwei Tagen vor den Weihnachtsferien den Sechstklässlern vorgetragen. Die P-Seminarteilnehmer hielten ihren jeweiligen Workshop in jeder sechsten Klasse 90 Minuten ab.

4.JPGHierbei versuchte der Workshop Cybermobbing den Schülern im ersten Teil ihres Vortrags aufzuzeigen, welche Personen am Cybermobbing beteiligt sind. So wurden anhand eines Films verschiedene Rollen wie Täter, Opfer und Mitläufer charakterisiert. Im Anschluss daran erarbeiteten die P-Seminarteilnehmer mit den Sechstklässlern Tipps, wie man sich im Ernstfall richtig verhalten sollte. Danach erhielten die Schüler ausgearbeitete Tipps, die sie in der Realität anwenden können. Anschließend veranstalteten die Zwölftklässler mit den Sechstklässlern ein Rollenspiel, welches „Expertenhotline“ genannt wurde. Hier mussten die Schüler versuchen einen betroffenen Schüler zu helfen. Durch solch eine Übung konnten die Schüler die erlernte Theorie in der Praxis anwenden. In der Folge sollten die Sechstklässler einen sogenannten Powerbogen ausfüllen, bei dem sie ihre Stärken und ihre liebsten Personen angaben, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Zum Abschluss dieses Workshops wurden die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt und konnten in Form eines Abschlussspiels das erlernte Wissen prüfen und abrufen.

 

 

 

 

3.JPGEine andere Vierergruppe hat das Thema Spielewelten als ihr Workshopthema ausgesucht. Diese P-Seminarteilnehmer wollten am Anfang ihres Vortrags herausfinden, wie viel Zeit die Schüler mit Spielen auf verschiedenen Medien verbringen. Um dies zu ermitteln, ließen sie den Schülern einen groben individuellen Wochenplan ausarbeiten. Die Ergebnisse hinsichtlich ihres individuellen Spieleverhaltens waren sehr unterschiedlich. In diesem Zusammenhang wurde auch das Thema Spielsucht behandelt. Dabei wurde den Schülern gezeigt, wie sie einem Freund helfen können, der zu häufig vor dem Computer oder vor anderen Konsolen sitzt. Des Weiteren wurden den Sechstklässlern auch Tipps zur eigenen Prävention vor Spielsucht mitgegeben. Abschließend sollten die Schüler ein Quiz mit mehreren Fragen zum Thema Spielewelten beantworten, um das erlernte Sachwissen zu vertiefen.

 

 

 


2.JPGEin Thema, welches jeden Jugendlichen betrifft, sind die sozialen Netzwerke. Deshalb hat ein Teil des P-Seminars dieses Leitthema gewählt, um den Schülern das richtige Verhalten in sozialen Netzwerken aufzuzeigen. Die Zwölftklässler vermittelten den Schülern Kompetenzen in den Bereichen Privatsphäre-Einstellungen, Profilangaben und Freunde versus Internetfreunde. Diese drei Themenbereiche stießen bei den Schülern auf große Begeisterung, da sie täglich mit dem Inhalt des Vortrags konfrontiert werden. Somit fiel das Feedback am Ende dieses Workshops sehr gut aus und die Schüler konnten viel Wissen aus diesem Vortrag mitnehmen.

 

 

 

 

 

 

5.JPGDen rechtlichen Teil der „Virtuellen Welten” übernahm wiederum eine Gruppe von Zwölftklässlern. Der Vortrag begann mit einer Fragerunde zur Mediennutzung, damit die P-Seminarteilnehmer die Schüler besser einschätzen konnten. Im Anschluss wurden Unterschiede zwischen seriösen und unseriösen Onlineangeboten herausgearbeitet. Dies geschah anhand von seriösen bzw. unseriösen Onlineangeboten als Pop-ups, welche die Schüler beschrieben und davon ausgehend die Merkmale benannten. Daraufhin gaben die Oberstufenschüler den Sechstklässlern Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn man in eine Falle getappt ist. Weiterer Teil des P-Seminars war, dass sich die Schüler klar machten, wie sie das Internet nutzen und welche Informationen sie alltäglich preisgeben. Dies wurde am Beispiel einer Geschichte verdeutlicht. So verstanden die Schüler auch, wie das Phänomen der personalisierten Werbung zustande kommt. Zudem wurden mit den Sechstklässlern Punkte erarbeitet, die jeder Nutzer im Internet beachten sollte. Weitere Themen des Workshops waren das Urheberrecht und die sinnvolle Nutzung des Smartphones. Bei einem Quiz zum Abschluss des Workshops zeigten die Schülerinnen und Schüler großes Engagement.

 


Insgesamt waren die Zwölftklässler begeistert von der Mitarbeit und der Aufnahmefähigkeit der Unterstufenschüler. Aber auch die Sechstklässler erfreuten sich an den Vorträgen, was an ihrem stets positiven Feedback erkennbar war.

 

Abschließender Elternabend
Die Ergebnisse der verschiedenen Workshops wurden den Eltern der Sechstklässler an einem Elternabend präsentiert.
Durch den Abend führten die P-Seminarteilnehmer, welche den Elternabend eröffneten und anhand von Kurzvorträgen zu den einzelnen Workshops einen kurzen Überblick über ihren Aufgabenbereich gaben.

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Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Workshops anhand einer Präsentation dargestellt. Eine Auffälligkeit war, dass Mädchen vermehrt soziale Netzwerke und YouToube nutzen, im Gegensatz dazu spielen Jungen vermehrt Videospiele.


Der Hauptteil des Elternabends wurde durch den Vortrag von Veit Schott, einem Mitglied des Referentennetzwerks der Stiftung Medienpädagogik Bayern, ausgefüllt. Dieser unterteilte seinen Vortrag zum Thema Medienkompetenz in die Abschnitte Verständnis, Verantwortung und Kompetenz. Er versuchte am Anfang des Vortrags den Eltern klar zu machen, in welchen Bereichen die Schülerinnen und Schüler Medien nutzen können. So ist es beispielsweise möglich Streamingdienste im Internet zu nutzen und nicht nur Filme im TV anzuschauen. Der Referent ging weiter und stellte die Frage: „Ist ein Leben ohne Handy noch möglich?” Für ihn selbst ist dies keine Option mehr, er benötigt beispielsweise das Handy, um seine Termine zu koordinieren. Er betont auch, dass die Kinder mit den Medien aufgewachsen sind. Diese gehören zum Alltag der Kinder. So sollten die Eltern die Mediennutzung nicht verbieten, sondern bestmöglich überwachen und beispielsweise gezielt hilfreiche bzw. altersentsprechende TV-Sender auswählen. Im weiteren Verlauf ging Veit Schott auf die sozialen Netzwerke und Messenger-Dienste ein, um den Eltern aufzuzeigen, was man in diesen Netzwerken alles machen kann und welche Wirkung es auf die Schüler hat. Hier nennt er beispielsweise, dass eine Kommunikation in Echtzeit möglich ist. Doch nun ist die Frage, ob man dies positiv oder negativ beurteilen sollte. Hier gibt es geteilte Meinungen. Des Weiteren ging er auf die Daten ein, die man in solchen sozialen Netzwerken hinterlässt und welche Gefahren es mit sich bringt. Er zeigte dies am Beispiel von Facebook auf. Im nächsten Punkt ging er auf den Messenger-Dienst WhatsApp ein, welcher Zugriff auf Galerie, Kamera und Kontakte hat, wie er drastisch erklärt.
In einem weiteren Schritt weiter versuchte der Referent den Zuhörern die elterliche Verantwortung klar zu machen. Er erklärt, dass das soziale Umfeld, der Entwicklungsstand des Kindes und das Medienangebot in der Familie bzw. insgesamt auf den Medienmarkt die Mediennutzung des Kindes beeinflusst. Zudem gab er den Eltern zahlreiche Tipps an die Hand, so sollten sie sich über AGBs informieren, Privatsphäre- bzw. Datenschutzeinstellungen kontrollieren, aber auch feste Regeln mit den Kindern vereinbaren. Die Eltern sollten den Kindern erklären, dass fremde Werke nicht geklaut werden dürfen und mit privaten Fotos vorsichtig umgegangen werden müsste. Anhand dieser Hilfen kann man die Mediennutzung der Kinder schulen. Außerdem erlangen die Kinder durch solche Regeln und Gespräche über die Mediennutzung einen bewussteren Umgang mit den Medien. Der Referent gab den Eltern weiterhin mit, dass sie hinterfragen sollten, wenn ihr Kind ruhiger wird, denn es könnte ein möglicher Mobbingfall vorliegen. Man sollte hierbei aktiv werden.


Der Vortrag beinhaltete insgesamt sehr viele Tipps für die Eltern und wurde dementsprechend mit Begeisterung von den Eltern angenommen.
Am Ende des Elternabends übergaben die P-Seminarteilnehmer den Referenten ein kleines Präsent und dankten ihm für seinen anschaulich gestalteten Vortrag. Die Eltern konnten einige Broschüren mit nach Hause nehmen und in Zukunft bei Problemfällen zur Hilfe nehmen.
Die Oberstufenschüler sammelten im Laufe des P-Seminars wichtige Erfahrungen und erkannten, dass man durch Fleiß und Engagement ein solches Projekt auf die Beine stellen kann. Das gemeinsame Arbeiten an den Workshops und am Elternabend bereitete den Schülern viel Spaß.

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Das P-Seminar "Virtuelle Welten"

 

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Teile des P-Seminars bei der Abschlussfeier

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