Unterrichten (auch) mit neuen Medien

In allen Klassenzimmern des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums Kronach steht nach der Generalsanierung des Schulhauses eine moderne, multimediale Lehr-Lern-Ausstattung zur Verfügung, die nahtlos in ein umfassendes Medien-Konzept der Schule integriert ist.

Guter Unterricht ist auch im 21. Jahrhundert nicht durch hohen Stromverbrauch messbar, sondern an einer an den Schülerinnen und Schülern orientierten, zeitgemäßen und verantworteten Pädagogik und Didaktik. So hat es sich das Kaspar-Zeuß-Gymnasium zur Aufgabe gemacht,

  • kritisch die Werbe-Versprechen der für den Bildungsbereich relevanten Hard- und Softwarefirmen auf ihre Praktikabilität im Schulalltag hin zu überprüfen.
  • die Neuen Medien in den bewährten Medienverbund zu integrieren und überall dort einzusetzen, wo ihr Einsatz einen wie auch immer gearteten Mehrwert nicht nur verspricht, sondern auch tatsächlich ergibt.
  • die Schülerinnen und Schüler fächerverbindend an den mündig-verantworteten Umgang mit einer Technologie heranzuführen, die sie zwar (wenn auch mit anderen Endgeräten) täglich nutzen, deren gesellschaftliche Folgen aber noch kaum zu ermessen sind.
  • systematisch die verwendete Hard- und Software sowie das nötige Wissen der Lehrenden zu dokumentieren, um dieses Wissen und die vorausgegangenen Überlegungen und Erfahrungen Kolleginnen und Kollegen, die neu an die Schule kommen oder an anderen Schulen vor ähnlichen Situationen stehen, als Diskussionsanstoß zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzliche Vorteile einer digitalen Tafel-Lösung im Klassenzimmer

Unterrichtsqualität lässt sich schwer objektiv messen. Stromverbrauch schon. Leider hält sich mancherorts hartnäckig das Missverständnis, besserer Unterricht sei am erhöhten Stromverbrauch im Klassenzimmer ablesbar: Man müsse die Schulen nach dem Prinzip „viel hilft viel“ nur mit genügend Technik ausstatten, dann lösten sich zumindest die meisten Probleme im Unterrichtsalltag von selbst – ebenso glückliche Schülerinnen und Schüler wie Lehrerinnen und Lehrer wögen diese Investition spielend auf. Das ist natürlich Unsinn (und zugegebenermaßen etwas überspitzt dargestellt). Trotzdem lohnt sich das Nachdenken über und die Investition in digitale Tafel-Lösungen im Klassenzimmer.

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 Schülerinnen und Schüler nutzen die neue Lernumgebung nach kürzester Eingewöhnung ohne Probleme mit Freude.

Mit einer Kreidetafel bzw. einem Whiteboard und einem Tageslichtprojektor kann man viele tolle Dinge anstellen. All dies kann man – die richtige, oftmals nicht die teuerste Hard- und Software vorausgesetzt – auch mit einer digitalen Tafellösung:

  • Farbige Tafelanschriften erstellen;
  • Applikationen (früher mit Magnetstreifen versehene Kartonkarten) beschriften, an der Tafel anordnen und solange umgruppieren bis das Ergebnis zufrieden stellt;
  • ein Bild oder einen Text schrittweise aufdecken;
  • mittels overlays mehrstufige Informationsgrafiken präsentieren oder entwickeln;
  • Schattentheater spielen;
  • die Hausaufgabe anschreiben;
  • und noch ungezählte Möglichkeiten mehr…

All diese Arbeiten funktionieren mindestens genau so gut und genau so schnell wie mit herkömmlichen („bewährten“) Klassenzimmer-Medien, aber

  • das Tafelbild (bei Verwendung der entsprechenden Software auch seine Entstehung) ist speicherbar, kann also
    • schrittweise rückgängig gemacht und wieder hergestellt werden, um zum Beispiel den Arbeitsverlauf nochmals abschließend zu reflektieren;
    • (auch im Nachhinein) noch punktuell ergänzt oder verbessert werden, ohne dass dies als sichtbarer Fehler von der Lerngruppe wahrgenommen wird (wie der zwangsläufige Kreide- oder OHP-Farbschleier an Tafel oder Tageslichtprojektor). Schülerinnen und Schüler (Lehrer übrigens auch ;-) ) können also an der Tafel angstfrei an einen funktionalen Umgang mit Fehlern und Verbesserungen herangeführt werden;
    • für die eigenen Unterlagen gespeichert werden, um seinen Unterricht effektiv nachzubereiten und zu optimieren;
    • für nicht anwesende Schülerinnen und Schüler als Grafik-Datei gespeichert werden, sodass man ihnen den Hefteintrag unkompliziert zukommen lassen kann und so das Nachlernen des Stoffes aktiv forciert;
    • für die nächste Stunde gespeichert werden: Egal, ob die Stunde schneller als erwartet vorbei ging, oder das Tafelbild (bzw. einzelne Ausschnitte daraus) bewusst Verwendung in einer späteren Stunde Verwendung finden soll („schaut, wie wir uns das damals erarbeitet haben“; „erinnert euch, was wir da alles schon einmal entdeckt haben“): Die Schülerinnen und Schüler erkennen ihr Tafelbild auf Knopfdruck des Lehrers wieder und knüpfen (im Idealfall) direkt an die bereits geleistete Arbeit und die erworbenen Kompetenzen an.
  • farbige Materialien können einfach und kostengünstig tafelfüllend präsentiert und Details bis an grafische Auflösungsgrenze der Bilddatei vergrößert werden: Stichwort Fokussierung.
  • jegliches Filmmaterial kann ohne Mehraufwand in den Unterricht integriert werden.
  • durch die Aufhängung der Beamer oberhalb der Tafel ist der Bereich der Tafel, den der Lehrer aus Schülersicht entweder direkt verdeckt oder abschattet deutlich geringer als bei Tageslichtprojektoren.
  • Lehrer oder Schüler, die an einer digitalen Tafel statt am Tageslichtprojektor arbeiten (müssen), werden weder von der Projektorlampe geblendet noch tritt die bei Schülerinnen und Schülern weit verbreitete Rechts-Links-Konfusion angesichts der spiegelverkehrten Projektion auf (von klecksenden, eintrockneten, verwischten oder sowie untauglichen OHP-Stiften und kreischenden Kreidestückchen reden reden wir noch gar nicht).

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 Lern-Routine in den neuen Räumen: Schüler erarbeiten gemeinsam einen Lernauftrag an der interaktiven Tafel. 

Nicht zuletzt bleiben auch Klassenzimmer und Lehrer sauberer bzw. vor Kreidestaub-, Tafelwischwasser- und OHP-Stift-Sauereien bewahrt. Auch schön.

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