Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald

bild.jpgAm Mittwoch, den 22.03.2017, um 7.45 Uhr fuhren die vier neunten Klassen des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums mit den fünf Lehrkräften StD Breitenbach, StRefinEdelmann, StR Fleck, OStR Knäblein und StRefin Rettner zu der KZ-Gedenkstätte Buchenwald in der Nähe von Weimar...

Während der zweistündigen Busfahrt konnten sich die Schüler unterhalten, es-sen oder, wenn man noch müde war, schlafen. Kurz vor der Ankunft teilte Herr Breiten-bach seiner Busgruppe grundlegende Informationen zur KZ-Gedenkstätte und zum ange-messenen Verhalten mit.
Dort angekommen gab es eine dreißigminütige Filmvorstellung über das Arbeitslager in Buchenwald. In dem Film kamen mehrere Zeitzeugen zu Wort. Anschließend wurden die vier neunten Klassen jeweils einem Lehrer bzw. zwei Lehrkräften zugeteilt. Jede Klasse bekam eine Führung durch das Konzentrationslager, welche jeweils von einem Begleiter durchgeführt wurde. Lothar Billep, Begleiter der Klasse 9a, führte die Schüler durch das Gelände und erklärte bei jedem Halt die Bedeutung und den Grund für die Besichtigung. Zudem hatte die Klasse die Möglichkeit Fragen zu stellen, welche immer sehr sicher be-antwortet werden konnten. Interessant für die Gruppe war insbesondere, dass zwischen den Häftlingen eine Art Hierarchie bestand, was bedeutete, dass manche Häftlinge besse-re Arbeits- und Schlafplätze sowie mehr Essen zur Verfügung hatten.
Den nachhaltigsten Eindruck vermittelte wohl das Krematorium, in welchem Häftlinge die Leichen ihrer Mithäftlinge verbrannten. Zwischen diesem und der Pathologie gab es einen Raum, in dem viele Gedenktafeln für die verstorbenen Häftlinge hingen. Weitere Statio-nen der Führung waren eine Gedenktafel, welche auf dem Appellplatz liegt und ganzjährig auf 37°C erwärmt wird. Eine wohl erschreckende Information teilte Lothar Billep der Klas-se beim ehemaligen zoologischen Garten mit. Dieser grenzte direkt am Lager der Häftlinge an. Dort tollten damals die Familien der SS-Offiziere mitsamt ihren Kindern herum, wäh-rend direkt daneben Häftlinge tot umfielen, unter Hungersnot litten und auch erschossen wurden. Nach der Führung konnten die Schülerinnen und Schüler noch das Museum be-sichtigen und ihre Arbeitsaufträge erledigen. Um 15.15 Uhr am Nachmittag traf sich die neunte Jahrgangsstufe mitsamt ihren Lehrern zur Heimfahrt.
Abschließend zu erwähnen ist, dass sich alle Schülerinnen und Schüler tadellos benom-men haben und den „Friedhof“ angemessen besucht haben. Dies betonte Herr Breiten-bach vor der zweistündigen Heimfahrt, während der jeder seine Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen und darüber nachdenken konnte, wie wichtig es ist, dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte nicht zu vergessen.

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Nick Baier, 9 a

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