Die Reformation spannend erzählt

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Maja Nielsen liest am Kaspar-Zeuß-Gymnasium aus ihrem Sachbuch „Martin Luther. Glaube versetzt Berge“

Bereits zu Beginn des Lutherjahres 2017 glaubt man, dass es aufgrund der medialen Omnipräsenz des Themas ‚500 Jahre Reformation‘ eigentlich nichts mehr gäbe, was man nicht über Martin Luther wüsste. Doch wer weiß schon, dass der Reformator ein Worterfinder war, dem wir Begriffe wie „Feuereifer“, „Lästermaul“ oder „Morgenland“ verdanken? Oder wer hat bereits davon gehört, dass Luther der Kerngedanke seiner reformatorischen Theologie auf dem stillen Örtchen gekommen sein soll?

 

Diese zwar nebensächlicheren, aber durchaus interessanten Fakten erläuterte die Autorin Maja Nielsen Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufe in ihrer erfrischenden und abwechslungsreichen Lesung in der Studiobühne des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums. Doch eigentlich stand vor allem der Mensch Martin Luther und sein einzigartiges Handeln im Mittelpunkt des Vortrags der Autorin, der es in ihrer Sachbuchreihe „Abenteuer! Maja Nielsen erzählt“ vor allem um Persönlichkeiten geht, die aufregende Dinge erlebt oder erforscht haben und deren Leben uns auch heute noch inspirieren kann.

Diese Inspiration sowie den Enthusiasmus der Autorin für ihre „Sache“ spürte man in der Lesung aus ihrer Lutherbiografie für Kinder, die sie in Zusammenarbeit mit der Theologin Margot Käßmann geschrieben hat, von Beginn an. Die gelernte Schauspielerin konnte den Fünft- und Sechstklässlern durch den Wechsel von freiem Vortrag und mitreißendem Vorlesen den Menschen Martin Luther auf beeindruckende Weise näherbringen.

Ein Ausschnitt aus dem von Maja Nielsen für den WDR produzierten Hörspiel über Martin Luther verdeutlichte dabei eindrucksvoll Luthers Todesängste während eines Gewitters, die ihn dazu veranlassten, Mönch zu werden und sein bisheriges Leben völlig zu verändern. Daneben erleichterten den Schülerinnen und Schülern immer wieder Illustrationen die Vorstellung vom Leben zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Ausdrucksstarke Textauszüge schilderten die Ängste des jungen Mönches Martin Luder, wie er damals noch hieß, vor dem strafenden Gott, der jede Sünde mit einer Verlängerung des Fegefeuers ahnden würde.

Drei Lehrer schlüpften in die Rolle von Ablasshändlern, die den Schülerinnen und Schülern Ablassbriefe feilboten, und fünf Schülerinnen und Schüler spielten das aufgebrachte Volk, das sich über das ausschweifende Leben der Priester beschwerte.

So entstand unter der Regie von Maja Nielsen für die Schülerinnen und Schüler ein vielseitiger Blick auf die Andersartigkeit der religiösen Vorstellungen und Gegebenheiten am Anfang der Frühen Neuzeit, durch den die Einzigartigkeit des Denkens und Handelns von Martin Luther erst verständlich werden konnte: Mit seiner Theologie von einem barmherzigen Gott, die er auch gegen große Widerstände verteidigte, konnte er viele Menschen von ihren religiösen Ängsten befreien.

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