Adieu, Französischbuch und Hörverstehens-CD! Auf nach Frankreich!

Vierundzwanzig Neuntklässlerinnen und Neuntklässler der Klassen 9 a, b und d kehrten dem grauen Schulalltag im Klassenzimmer am Morgen des 6. April den Rücken zu, um im Rahmen unseres Schüleraustauschs mit dem Bus für neun Tage nach Südfrankreich aufzubrechen...
 
Unterwegs machten sie Station in Besançon und lernten so die Franche-Comté kennen, bevor es am nächsten Morgen weiterging nach Lodève im Languedoc. Dort wurden unsere Schülerinnen und Schüler von ihren Austauschpartnern, die bereits im Dezember nach Kronach gekommen waren, und deren Eltern herzlich empfangen. Ab sofort hieß es nun umschalten und französisch sprechen … und versuchen, möglichst viel von dem, was die Gastfamilie einem erzählte, zu verstehen.
 
Das von Frau Estarague, der Deutschlehrerin des Collège Paul Dardé, zusammengestellte Austauschprogramm, war sehr vielseitig:
Bei sommerlichen Temperaturen besichtigte unsere Gruppe die Grotte de Clamouse, eine beeindruckende Tropfsteinhöhle, bekam am Pont du Diable, wo sie picknickte, von einem einheimischen Geschichtslehrer die Legende zur Entstehung der „Teufelsbrücke“ erzählt und besuchte das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende, bei Jakobspilgern beliebte Dorf Saint-Guilhem-le-Désert samt Kathedrale. In Pézenas, einem für seine Renaissancearchitektur bekannten Städtchen, stießen die Schüler auf Spuren Molières, des berühmtesten französischen Komödiendichters aus der Zeit des Sonnenkönigs. Interessante landeskundliche Eindrücke vermittelten ferner der Besuch bei einer Winzergenossenschaft in Cabrières und v. a. das Museum zur Muschel- und Austernzucht in Bouzigues mit anschließender Bootsfahrt über den Étang de Thau zur Besichtigung der Austernbänke. Die Geschichte Lodèves und seine Landschaft erkundeten die Jugendlichen nach einem netten Empfang im Rathaus durch die stellvertretende Bürgermeisterin auf einer schönen Wanderung mit Frau Estarague. Ein besonderer Höhepunkt der Reise waren natürlich auch die Strandaufenthalte am Cap d'Agde bei herrlichem Sonnenschein und in Sète, wo man allerdings auch den kräftig blasenden Mistral kennenlernte. Abgerundet wurde das Austauschprogramm durch einen Vormittag in der Schule, der den Schülern, die nach einer Schulhausführung jeweils an zwei Unterrichtsstunden teilnahmen, einen kleinen Einblick ins französische Schulsystem ermöglichte.
 
Die nachhaltigsten Eindrücke dürften aber wohl die mit den Partnern in den französischen Familien verbrachten Stunden und Tage (v. a. ein ganzes Wochenende) hinterlassen haben, wo jeder Reiseteilnehmer ganz individuelle, zugleich aber auch typische Erfahrungen gemacht und die im Laufe des Jahres entstandenen Kontakte intensiviert hat. Eben darin besteht der tiefere Sinn jedes Schüleraustauschs. Nun liegt es an jedem Schüler / jeder Schülerin selbst, die geknüpften Freundschaftsbande auch in Zukunft zu pflegen!

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