US-Konsulin am Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach

Eine große Ehre wurde gestern dem Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach zuteil. Kathryn T. Crockart, Konsulin für öffentliche Angelegenheiten vom US-Generalkonsulat aus München diskutierte im neuen Erweiterungsbau des Gymnasiums mit Kollegiatinnen und Kollegiaten der beiden Leistungskurse Geschichte über das Verhältnis zwischen US-Soldaten und deutscher Zivilbevölkerung in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die Diskussionsleitung übernahmen Dr. Stefan Meining, Autor zahlreicher zeitgeschichtlicher Dokumentarfilme und Oberstudienrat Horst Pfadenhauer, der die Veranstaltung organisierte hatte.

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Organisatoren und Beteiligte nach der Diskussion im Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach. Von links nach rechts: Oberstudienrat Horst Pfadenhauer; Kathryn T. Corckart, Konsulin für öffentliche Abngelegenheiten vom US-Generalkonsulat in München; Schulleiterin Oberstudiendirektorin Renate Leive; Dr. Stefan Meining, Dokumentarfilmautor des Bayerischen Rundfunks.  

„Oberfranken unter dem Hakenkreuz"

Nach der Begrüßung durch Oberstudiendirektorin Renate Leive, der neuen Schulleiterin am Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach, konnten die Kollegiaten sowie die Damen und Herren des Studienseminars für Geschichte zunächst einen direkten Eindruck von der Zeit des Nationalsozialismus direkt über die Präsentation des Dokumentarfilms „Oberfranken unter dem Hakenkreuz" gewinnen. Dr. Stefan Meining, dem Autor des Films, war es in aufwändiger Kleinarbeit gelungen, bisher unveröffentlichte Filmdokumente, die gerade auch die Entwicklung der NSDAP in der Kronacher Region zeigen, zu einer beeindruckenden, 40minütigen Bestandsaufnahme des Nationalsozialismus zusammenzufassen. Einen Schwerpunkt des Films bildete deshalb auch die Analyse des Wahlverhaltens im katholischen Kronach während der Zeit der nationalsozialistischen Gleichschaltung.

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Überwiegend positive Sicht der Amerikaner

In der anschließenden Diskussion zwischen Lehrern, Schülern und Filmemacher, an der sich auch Konsulin Crockart beteiligte, wurde vor allem die Beurteilung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses in der beginnenden Besatzungsphase nach der deutschen Kapitulation beleuchtet. Durch die unterschiedlichen Beiträge wurde deutlich, dass es in weiten Teilen der Kronacher Bevölkerung sehr schnell meist eine grundlegende Sympathie gegenüber den US-Soldaten gegeben hatte. Augenzeugenberichte der Eltern oder Großelterngeneration, die von den Schülern ausführlich geschildert wurden, belegen dies anschaulich. Die Gymnasiasten interessierten sich aber auch für das Deutschlandbild, das heute an amerikanischen Schulen vermittelt wird. Konsulin Crockart betonte, dass dieses längst auch ein positives sei. Dazu trage vor allem ein solider Geschichtsunterricht an US-Schulen bei, der die Betrachtungen über Deutschland eben nicht einseitig auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränke.

Oberstudienrat Horst Pfadenhauer, der als Herausgeber der schuleigenen Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde bereits mehrere Arbeiten zur Zeit des Nationalsozialismus in Kronach von seinen Kursteilnehmern im Leistungskurs Geschichte hatte anfertigen lassen, betonte abschließend die Problematik, aber auch die Verpflichtung sich mit dieser dunklen Phase der Geschichte zu befassen. Die neu zu schaffenden P-Seminare würden sich dafür bestens anbieten, zeigte sich Schulleiterin Oberstudiendirektorin Renate Leive erfreut. 

 

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