Antoine Sourdeau – besser als Antoine Griezmann!

IMG_2714.JPGMittwoch, 7. November mittags in der Mensa des KZG: Eine Fünftklässlerin strahlt einen jungen Mann an und winkt ihm zu. Der junge Mann winkt lächelnd zurück und sagt freundlich: « On s'est vus ce matin, non? » Was das genau heißt, hat die Schülerin zwar nicht verstanden, aber das macht nichts. Sie hat am Vormittag etwas viel Wichtigeres begriffen, nämlich dass es sehr viel Spaß machen kann, mit einem echten Franzosen lustige Spiele zu machen ... und nebenbei eine ganze Reihe französischer Wörter und auch landestypischer Gesten zu lernen – viel mehr jedenfalls, als unsere Schüler in einer normalen Französischstunde gewöhnlich lernen.

Bei dem jungen Mann handelt es sich um Antoine Sourdeau, den französischen Lektor des Deutsch-Französischen Instituts Erlangen, der selbst bereits zahlreiche interkulturelle Erfahrungen gesammelt hat und heuer mit seinem FranceMobil, einem von Renault zur Verfügung gestellten Kangoo, durch ganz Nordbayern tourt, um Kinder und Jugendliche für die französische Sprache und Kultur zu begeistern.

Dass ihm dies bestens gelingt, hat der dynamische Monsieur am Mittwoch Vormittag in vier Unterrichtsstunden eindrucksvoll bewiesen. Obwohl er interessierte Fünft- und Siebtklässler, die allesamt noch kein Französisch lernen, von Anfang an auf Französisch regelrecht „zugetextet“ hat, hörten sie ihm 45 Minuten lang gebannt zu. Dank seiner schauspielerischen Qualitäten und seiner Zeichnungen verstanden die Schüler nämlich durchaus, was er ihnen erzählte und von ihnen wollte. Denn die Schüler waren ständig aktiv gefordert und saßen nur selten auf ihrem Stuhl: Natürlich wurde ihnen beigebracht, wie man sich auf Französisch begrüßt, vorstellt und sagt, wie es einem geht. Aber daneben jubelte Herr Sourdeau ihnen bei einer Runde „Galgenmännchen“ mit seinem Vornamen ANTOINE, der zumindest den Jungs wegen des gleichnamigen Fußballstars Antoine Griezmann nicht unbekannt war, das gesamte Alphabet unter (etliche Buchstaben werden im Französischen ja bekanntlich anders als im Deutschen ausgesprochen), unterhielt sich mit ihnen über berühmte Pariser Sehenswürdigkeiten, die die Schüler als Standbilder nachstellten (u. a. den Eiffelturm, den Triumphbogen, die Glaspyramide des Louvre, das Stade de France), brachte ihnen mit Hilfe der französischen und der deutschen Flagge im Handumdrehen fünf Farben bei, die die Schüler anschließend im Klassenzimmer suchten, und fragte sie nach französischen Spezialitäten, die sie kennen. Die fanden die Schülerinnen und Schüler denn auch auf Bildkarten wieder, auf die sie sich stürzten, wenn sie die französischen Wörter für die abgebildeten Gegenstände aus französischen Liedern heraushörten. Auf diese Weise klang die Stunde musikalisch aus.

Kurzum, Antoine Sourdeau hat unseren Fünft- und Siebtklässlern auf sehr lebendige und liebenswerte Art und Weise Appetit auf mehr Frankreich gemacht – und das zum Nulltarif. Denn das 2002 von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufene und seitdem sehr erfolgreiche Programm wird von hochkarätigen Sponsoren wie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und dem Institut français Deutschland gesponsert. Dafür allen Beteiligten, allen voran freilich dem Hauptakteur vor Ort, Antoine Sordeau, Merci beaucoup!

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