Bauernhof statt Klassenzimmer

geo_klein.jpgDer Geographie- Leistungskurs Geo 12 unternahm eine Exkursion zum Bauernhof Schwemmlein in Ziegelerden. Nach der Begrüßung durch den Landwirt Alfons Schwemmlein, der die 100 Tiere zusammen mit seinem Sohn bewirtschaftet, führte er uns in den Kälberstall. Dort befanden sich die bis zu 6 Monate alten Kälber. Dabei bekamen wir gleich ein Neugeborenes zu sehen, das erst zwei Stunden alt war. Bauer Schwemmlein erwähnte unter anderem, dass ein Kalb mit nur 6 Wochen schon um die 90 Kilogramm wiegt und ausgewachsen bis zu 700 Kilogramm erreicht.

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Anschließend wurden wir in den Stall geführt, in dem die ausgewachsenen Tiere stehen. Dort informierte uns Herr Schwemmlein über das Füttern der Tiere. Stolz berichtete er über die gute Qualität des Futters, das selbst in seinem Betrieb hergestellt wird. Dies wirkt sich positiv auf die Milch der Tiere aus. Des Weiteren erklärte er uns das Melkverfahren, das täglich vier Stunden in Anspruch nimmt, da jede Kuh circa 7 Minuten gemolken wird. Täglich werden zwischen 700 und 800 Liter Milch gemolken. Für jeden Liter Milch gibt es 47,7 Cent und einen Aufschlag von 0,5 Cent, falls die Milch bei den strengen Kontrollen immer in Ordnung ist, was auf dem Hof der Familie Schwemmlein bis jetzt immer der Fall war.

Interessant war auch die Computersteuerung, die dem Bauern die Arbeit erleichtert. Bauer Alfons erklärte uns ausführlich, wie schon die Kälber mit einem Computerchip versehen werden und somit genau festgestellt werden kann, was die Kühe an Nahrung aufnehmen und wie viel Milch sie geben. Außerdem gibt es einen Rinderpass, der jedes Tier als Identitätsnachweis von der Geburt bis zum Tod begleitet.

Besonders über die strengen EU-Vorschriften, die für landwirtschaftliche Betriebe im Hinblick auf die Futtermittelherstellung und die Produktqualität gelten, wurden wir ausführlich informiert.

geo2.jpgAlfons Schwemmlein kam zu dem Schluss, dass Landwirt „kein Beruf, sondern eher eine Berufung ist", denn „Kühe sind ja wie Menschen, man muss immer für sie da sein, wenn sie einen brauchen." Die Begeisterung an seiner Arbeit konnte man dem Bauern, der sogar den Namen einer jeden Kuh kennt, während der ganzen Führung anmerken.

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Wir lernten bei diesem Bauernhofbesuch, dass der Beruf des Landwirts weit mehr ist, als Traktor fahren und Kühe füttern. Vielmehr muss auch großenteils Verwaltungs- und Büroarbeit verrichtet werden, um einen landwirtschaftlichen Betrieb zu leiten.

Schließlich machten wir uns zu Fuß wieder auf den Weg ins Kaspar- Zeuß- Gymnasium. Doch auch der eisige Wind konnte uns den Stallgeruch nicht aus der Kleidung wehen, was unsere Mitschüler im anschließenden Deutschunterricht deutlich bemerkten.

Mirja Treuner

 

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