Aktivitäten

1. Exkursion des Chemie- und Biologieleistungskurses zur Trinkwasseraufbereitungsanlage nach Rieblich

Wasser - die Grundlage allen Lebens auf der Erde - stand im Mittelpunkt einer Exkursion der KollegiatInnen des Chemie- bzw. Biologieleistungskurses und der begleitenden Lehrkräfte, Herr Höfner und Herr Meister: In den Laboratorien der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Rieblich konnten sich die SchülerInnen davon überzeugen, dass nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Qualität des Wassers von größter Bedeutung ist.

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Rieblich ist Teil des Zweckverbandes Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO), an den mehr als 60 oberfränkische Städte angeschlossen sind. Der Laborleiter der Aufbereitungsanlage, Herr Sommerfeld, informierte, dass mit dem Wasser der Trinkwassertalsperre Mauthaus rund 400.000 Menschen jährlich mit 12 Millionen Kubikmeter Trinkwasser versorgt werden.

Das der Talsperre entnommene Rohwasser enthält immer organische und anorganische Stoffe in gelöster Form und als Schwebteilchen, welche in verschiedenen Aufarbeitungsschritten dem Wasser entzogen werden. Im Labor der Aufbereitungsanlage werden sowohl das Rohwasser als auch das Trinkwasser laufend kontrolliert. Die in den Laboratorien durchgeführten chemisch-technischen und die hygienischen Wasseranalysen gewährleisten eine optimale Wasserqualität.

Das konnten die KollegiatInnen erfahren als sie an vier Stationen im Labor selbst Hand anlegen durften: Sie prüften eigenständig verschiedene für die Wasserqualität wichtige Parameter wie beispielsweise die Gesamthärte des Wassers, den Gehalt an anorganischen Ionen (NH4+, Na+, K+ ...), den pH-Wert oder das Vorhandensein von bakteriellen Verunreinigungen.

Die KollegiatInnen wendeten bereits bekannte maßanalytische Verfahren, wie die Titration zur Bestimmung der Gesamthärte des Wassers mit Titriplex-Lösung in der Praxis an und lernten moderne spektroskopische Nachweismethoden (z.B die Atomabsorptionsspektroskopie) zur Identifizierung von organischen Chemikalien (z.B. Schädlingsbekämpfungsmittel, Tenside etc.) kennen. Die Durchführung von mikroskopischen Untersuchungen und biochemischen Nachweisreaktionen der Bunten Reihe ermöglichte es den SchülerInnen, Aussagen über die Belastung des Trinkwassers mit Escherichia coli oder coliformen Bakterien zu treffen. Herr Sommerfeld erklärte, dass die Anwesenheit von E. coli auf Fäkalverunreinigungen und somit auf potentielle Krankheitserreger hindeutet.

Bei einem abschließendem Rundgang durch die Anlage wurden den KollegiatInnen und Lehrkräften die verschiedenen Aufbereitungsschritte und Filterstufen fundiert erläutert.

1. Exkursion des Chemie- und Biologieleistungskurses zur Trinkwasseraufbereitungsanlage nach Rieblich

Wasser - die Grundlage allen Lebens auf der Erde - stand im Mittelpunkt einer Exkursion der KollegiatInnen des Chemie- bzw. Biologieleistungskurses und der begleitenden Lehrkräfte, Herr Höfner und Herr Meister: In den Laboratorien der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Rieblich konnten sich die SchülerInnen davon überzeugen, dass nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Qualität des Wassers von größter Bedeutung ist.

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Rieblich ist Teil des Zweckverbandes Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO), an den mehr als 60 oberfränkische Städte angeschlossen sind. Der Laborleiter der Aufbereitungsanlage, Herr Sommerfeld, informierte, dass mit dem Wasser der Trinkwassertalsperre Mauthaus rund 400.000 Menschen jährlich mit 12 Millionen Kubikmeter Trinkwasser versorgt werden.

Das der Talsperre entnommene Rohwasser enthält immer organische und anorganische Stoffe in gelöster Form und als Schwebteilchen, welche in verschiedenen Aufarbeitungsschritten dem Wasser entzogen werden. Im Labor der Aufbereitungsanlage werden sowohl das Rohwasser als auch das Trinkwasser laufend kontrolliert. Die in den Laboratorien durchgeführten chemisch-technischen und die hygienischen Wasseranalysen gewährleisten eine optimale Wasserqualität.

Das konnten die KollegiatInnen erfahren als sie an vier Stationen im Labor selbst Hand anlegen durften: Sie prüften eigenständig verschiedene für die Wasserqualität wichtige Parameter wie beispielsweise die Gesamthärte des Wassers, den Gehalt an anorganischen Ionen (NH4+, Na+, K+ ...), den pH-Wert oder das Vorhandensein von bakteriellen Verunreinigungen.

Die KollegiatInnen wendeten bereits bekannte maßanalytische Verfahren, wie die Titration zur Bestimmung der Gesamthärte des Wassers mit Titriplex-Lösung in der Praxis an und lernten moderne spektroskopische Nachweismethoden (z.B die Atomabsorptionsspektroskopie) zur Identifizierung von organischen Chemikalien (z.B. Schädlingsbekämpfungsmittel, Tenside etc.) kennen. Die Durchführung von mikroskopischen Untersuchungen und biochemischen Nachweisreaktionen der Bunten Reihe ermöglichte es den SchülerInnen, Aussagen über die Belastung des Trinkwassers mit Escherichia coli oder coliformen Bakterien zu treffen. Herr Sommerfeld erklärte, dass die Anwesenheit von E. coli auf Fäkalverunreinigungen und somit auf potentielle Krankheitserreger hindeutet.

Bei einem abschließendem Rundgang durch die Anlage wurden den KollegiatInnen und Lehrkräften die verschiedenen Aufbereitungsschritte und Filterstufen fundiert erläutert.

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2. Exkursion der Leistungskurse Chemie und Biologie nach Trostberg, Burghausen und Ering

Auf Wunsch der Kollegiatinnen und Kollegiaten des Chemie- und Biologieleistungskurses und letztendlich durch die großen Mühen der beiden Kursleiter, Herrn Meister und Herrn Höfner, wurde es möglich, am 04.06.2002 zusammen mit Frau Naber zu unserer Exkursion in das südostbayerische Chemiedreieck und zum Europareservat in Ering am Inn zu starten.

Entgegen aller Befürchtungen, zu unserem ersten Programmpunkt, dem Mittagessen bei der Firma Degussa AG in Trostberg, zu spät einzutreffen, erreichten wir nach ca. fünfstündiger Fahrt gegen 12.30 Uhr das Gelände des Unternehmens.

Nach dem Essen machten wir uns schließlich, in zwei Gruppen aufgeteilt, mit zwei Führern, beide pensionierte Chemielaboranten der Degussa AG, zur Werksbesichtigung auf. Unserem Betreuer war sehr daran gelegen, alle Sicherheitsvorschriften zu beachten, weswegen wir nie ohne Helm und Schutzbrille eine Fertigungshalle betreten durften. Bei dem Punkt der Sicherheit erfuhren wir zudem, dass die Degussa AG einen werkseigenen Arzt und eine ärztliche Station unterhält, es kam jedoch noch nie zu größeren Störfällen.

Nach diesen ausführlichen Informationen sahen wir uns eine Kontrollwarte des Betriebes an. Unser Leiter erklärte in diesem Zusammenhang, welche Produkte die Firma momentan herstelle, da sich dies ständig ändere, und welche Stoffe in den Gerätschaften, welche auf den Bildschirmen sichtbar waren, produziert werden. Anschließend durften wir unseren Geruchssinn unter Beweis stellen. Da die Degussa AG zahlreiche Aromastoffe, welche durch komplizierte Extraktionsverfahren gewonnen werden, herstellt, wurde uns eine Geruchsprobe ermöglicht, was sehr interessant und unterhaltsam war: Rochen wir beispielsweise den Extrakt des Apfels, erinnerte uns dies an Apfelbonbons, bei dem Erdnussextrakt dachte jeder an Snickers. Nach der Besichtigung eines Chemielabors kamen wir nun in den Bereich des Werkes, in dem der Stickstoffanteil der Luft für die Weiterverarbeitung zu Kalkstickstoff (Caliumcyanid) durch einen Verflüssigungsmechanismus gewonnen wird. Stickstoff selbst ist bei einer Temperatur von -198°C flüssig und da wir mit diesem Aggregatszustand in der Schulchemie nicht arbeiten, wurde uns dieser vorgeführt: Auf dem Boden ausgegossen, verdampft er in Sekundenschnelle, in ca. 20°C warmen Wasser geht der Verdampfungsprozess noch schneller vonstatten. Die Flüssigkeit selbst lässt Gummi zum Zerbrechen hart werden, was uns an einem Luftballon vorgestellt wurde. Menschliche Körperteile würden bei längerem Kontakt (ab ca. 30 sec.) gefrieren, was unseren Leiter, und später auch uns, nicht davon abhielt, die Hand sehr kurz in den Flüssigstickstoff zu tauchen. Im Anschluss an diesen unterhaltsamen Teil betrachteten wir die Verarbeitung, Abfüllung und den Abtransport des Kalkstickstoffs, dem wohl wichtigsten Produkt der Degussa AG. Da bei unserer Ankunft nicht die Möglichkeit gegeben war, das Imagevideo vorzuführen, wurde dies nun nachgeholt. Gezeigt wurde vor allem, dass die Degussa AG nie selbst Endprodukte herstellt, sondern die Edukte für ihre Vertragsfirmen produziert. Am Schluss bedankte sich Herr Meister bei unseren beiden Führern für die Informationen und wir fuhren daraufhin zur Jugendherberge in Mühldorf am Inn.

Am Mittwoch, den 05.06.2002, hieß es bereits um acht Uhr Abfahrt nach Burghausen zur Raffinerie der Firma OMV (Österreichischer Mineralölverbund), wo wir gegen halb neun vom Leiter des Bereiches "Öffentlichkeitsarbeit", Herrn Storek, begrüßt und in den Seminarraum begleitet wurden. Es folgte nun ein sehr detailliertes Referat über die OMV im Allgemeinen, aber auch über die OMV Deutschland GmbH mit Sitz in Burghausen. Hierbei erfuhren wir sehr viel über die Erdölraffinerie im Allgemeinen, die ablaufenden Prozesse, die Pipelines und das Rohöl, welche dafür gebraucht werden, die Rohölgewinnungsländer der OMV und Allgemeines über den Standort und Betrieb, sowie die Produkte der OMV in Burghausen. Ebenso wurde die Nähe zu Wacker-Chemie angesprochen, deren Werk an das der OMV grenzt und mit welchem ein reger Austausch von Produkten stattfindet. Doch auch wichtige Themen wie der Umweltschutz, die Sicherheit der Mitarbeiter und Anwohner des Werkes und die Mannigfaltigkeit der Berufsmöglichkeiten in dieser Branche wurden diskutiert. diskutiert. Dabei wurde von Herrn Storek die Bedeutung des Themas Umweltschutz angesprochen und die Bemühungen der OMV auf diesem Gebiet mit Zahlen und Fakten belegt. Diese Imageaufbesserung, welche in der Bevölkerung dringend nötig ist, wird auch in der Informationsmappe, die wir über das Werk erhielten, sehr stark betrieben. Um die Thematik Sicherheit zu unterstreichen, wurden wir anschließend in die Kontrollwarte geführt, von wo aus das komplette Unternehmen regelbar bleibt, da es im Falle eines GAUs wie ein Bunker aufgebaut und ausgestattet ist. Auf der nachfolgenden Fahrt mit dem Bus durch das Gelände besichtigten wir Aufbewahrungsbehälter für die Endprodukte, die Anlage der Crackerzeugung und -verarbeitung, die Fackeltürme und die Kühlwassertürme. Abschließend ging es zum Mittagessen, welches ,wie am Tag zuvor, von der Firma gsponsert wurde.

Um 13.15 Uhr machten wir uns auf dem Weg zum biologischen Teil der Exkursion, zum Europareservat nach Ering am Inn. Hier teilte uns die Leiterin, eine Diplombiologin, mit, dass wir aus dem nahen Fluss Wasserproben entnehmen, diese chemisch und biologisch untersuchen und somit den Qualitätszustand ermitteln sollten. Dabei stellte sie sofort klar, dass die chemische Analyse relativ ungenau ist und deshalb die biologische vorzuziehen sei. Wir liefen nun zum Fluss, wo eine Mitschülerin des Chemieleistungskurses sich zur Verfügung stellte, die Wasser-, Gesteins- und Sedimentproben mit den Zeigertierchen zu entnehmen. In der Basisstation des Europareservats ermittelte nun der Chemieleistungskurs pH-Wert, Phosphat-, Nitrat- und Stickstoffgehalt des Wassers. Die Kollegiaten des Biologieleistungskurses überprüften die Gesteins- und Sedimentproben auf Zeigerorganismen, die über die jeweilige Qualität des Wassers Aufschluss geben. Am Ende untersuchte der Chemieleistungskurs einige dieser Tierchen und unterzog sie einer genaueren Betrachtung unter dem Mikroskop. So konnten wir am Schluss folgendes Ergebnis feststellen: Das Gewässer war größtenteils in Ordnung, eine geringe Verschmutzung war jedoch nicht von der Hand zu weisen. Damit endete unsere Exkursion, die uns viele neue Erfahrungen mit auf den Weg gegeben hat.

Hier gilt noch ein herzliches Dankeschön unseren Kursleitern, die uns die Zweitagesexkursion erst ermöglicht und das Programm sehr sinnvoll zusammengestellt haben.

Karoline Diller, C10

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3. „Goldwaschen im Thüringer Wald"

Am 15.07.02 unternahm die Klasse 10 c gemeinsam mit Frau Wolfring und Herrn Bartz eine Exkursion nach Theuern in das dortige Goldmuseum und um vor Ort im Grümpental die Technik des Goldwaschens mit der Pfanne zu erlernen.

Wer hätte geglaubt, dass man in nächster Nähe, also im Thüringer Wald und im Frankenwald auf goldhöffiges Gestein und in den Bächen und Flüssen auf sog. Goldseifen stößt. So ist in jüngster Zeit auch in der Haslach Gold nachgewiesen worden.
Der Goldbergbau im Grümpental wurde 1362 erstmals urkundlich erwähnt, obwohl bergbauliche Aktivitäten wohl bis in keltische Zeit zurückreichen. Theuerner Gold ist besonders hochprozentig (bis 96 Gew.-% Gold); natürliches Gold ist nie völlig rein und enthält i.d.R. die Legierungsbestandteile Silber, Kupfer, Platin, Palladium, Rhodium und Wismut. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler wurden schließlich noch am Vormittag zu stolzen Besitzern von selbst gewaschenen Goldkörnchen.

Der Nachmittag wurde noch für den Besuch des Pumpspeicherwerkes Goldisthal genutzt; der Ortsname hat natürlich auch mit der früheren Goldgewinnung zu tun. Beginnend in der Besucherinformation der VEAG mit der Einführung an einem Modell zum  Projekt Goldisthal konnte die Besichtigung des noch nicht gefluteten Oberbeckens - einer zweifellos ingenieurbaulichen Meisterleistung - aus nächster Nähe  vorgenommen werden; anschließend erfolgte noch die Besichtigung des Unterbeckens. Bei dem Pumpspeicherwerk handelt es sich um ein 1060 MW-Kavernenkraftwerk.

Wir helfen Ihnen gerne weiter.Logo-KZG-300.jpg

 

Kaspar-Zeuß-Gymnasium | Langer Steig 1  | 96317 Kronach
Telefon: 09261 / 50456 - 0 | Fax: 09261 / 50456 - 56 | Mail: sekretariat@kzg.de

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