Geschichte

Die Geschichte der Sprache

roemerDer Sage nach entkam nach dem Fall Trojas eine kleine Gruppe Überlebender aus der brennenden Stadt und gelangte nach langen Jahren der Irrfahrten schließlich nach dem Willen der Götter in eine neue Heimat, nämlich nach Mittelitalien. Unter der Führung des Fürsten Äneas vereinigten sie sich mit der eingeborenen Bevölkerung und schufen die Grundlagen für ein Weltreich. Der Landstrich, in dem sich diese Ereignisse zutrugen, hieß Latium, die Einwohner Latiner. Daher die Bezeichnung Latein für die Sprache, die hier entstand.

Ein Nachfahre des Äneas, Romulus, gründete der Sage nach 753 v. Chr. dann die Stadt Rom, die im Laufe der Jahrhunderte mit ihren Soldaten ihr Herrschaftsgebiet in zumeist brutalen Eroberungskriegen zunächst über die ganze italienische Halbinsel, später über den gesamten Mittelmeerraum, einen Großteil von Mitteleuropa, Nordafrika und den Nahen Osten ausweitete. Karte

Unter dem römischen Kaiser Trajan hatte das Reich Anfang des zweiten Jahrhunderts seine größte Ausdehnung.

Die Römer brachten in die von ihnen eroberten Gebiete ihre gesamte Kultur, errichteten Tempel, Städte, Bäder, bauten Straßen und Wasserleitungen. Die Sprache in ihrem Reich war Latein, über viele Jahrhunderte hin.



Als dann das Christentum seinen Siegeszug antrat, bediente es sich des geläufigen Latein in Wort und Schrift, während die Bevölkerung des Riesenreiches sich allmählich in Worten verständigte, die sich aus dem Lateinischen entwickelten und die schließlich in die Entstehung der heutigen romanischen Sprachen mündeten, wie sie eben als Spanisch und Portugiesisch auch in Lateinamerika gesprochen werden.

zeuss


Latein bleibt aber weiterhin die bedeutende Sprache aller Gelehrten, aller Geistlichen, aller Beamten. Dokumente und Literatur werden in Latein verfasst, in der Sprache, die international jeder Gebildete versteht. Das Lateinische ist also die Trägersprache unserer abendländischen Kultur und bis ins 19. Jahrhundert hinein die Sprache der Wissenschaft. So verfasst auch der Namenspatron unserer Schule Johann Kaspar Zeuß (1806 - 1856) seine bedeutenden Werke wie die Grammatica Celtica - „natürlich" - in Latein.

 

 

Latein und die romanischen Sprachen

lateinbaumZu den Sprachen, die sich aus dem Lateinischen in Verbindung mit Elementen der Volkssprache entwickelten, zählen Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch, aber auch Rätoromanisch sowie Ladinisch, zwei Regionalsprachen, die in Alpentälern in der Schweiz und in Südtirol noch anzutreffen sind.

Viele Wörter in diesen Sprachen haben erkennbare Wurzeln im Lateinischen und auch die Regeln der Grammatik erinnern an die Vorgaben der antiken Sprache.

Selbst im Deutschen zeigen sich noch deutlich Reste des Lateinischen, kann doch das Fenster seine Abstammung von fenestra kaum leugnen und auch der Wein lässt noch das vinum erkennen, ganz zu schweigen von den zahllosen Fremdwörtern im Alltag, in der Wissenschaft und Medizin.

Wir helfen Ihnen gerne weiter.Logo-KZG-300.jpg

 

Kaspar-Zeuß-Gymnasium | Langer Steig 1  | 96317 Kronach
Telefon: 09261 / 50456 - 0 | Fax: 09261 / 50456 - 56 | Mail: sekretariat@kzg.de

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